Blutreinigung und Yoga

Wenn die Nieren nicht mehr oder zu schwach funktionieren, dann sammeln sich Stoffwechselabfälle, die normalerweise durch den Urin ausgeschieden werden, im Blut. Diese Diagnose ist angezeigt, wenn die Ureakonzentration im Blut ansteigt. Urea ist eine charakteristische Komponente des Urins, und so nennt man diesen Zustand Urämie. Urea oder auch Harnstoff ist nicht toxisch; er wird aber in solch großen Mengen produziert, dass der Körper nicht damit fertig wird (so wie der berühmte europäische Arzt aus dem Mittelalter Paracelsus sagte: Alles ist entweder gesund oder giftig - es ist nur eine Frage der Quantität.)

Dialyse - die Lösung der Allopathie

Die einzig wirksame Therapie bei Urämie ist für die westlichen Mediziner die künstliche Niere. Der normale Verlauf ist die Dialyse, wobei Blut von einer Arterie zu einer Vene mittels einer halb durch lässigen Membrane geleitet wird, wobei eliminationsbedürftige Substanzen in einer isoionischen Spüllösung ausgetauscht werden.

Substanzen mit höherer Konzentration im Blut entweichen durch die Membrane nach dem Fickeschen Gesetz. (Angezeigt durch die ansteigende Konzentration). Der Ausgleich des Wasserhaushalts wird durch sanftes, genau kontrolliertes Ansaugen durch die Membrane wieder hergestellt. Substanzen, die nicht ausgeschieden werden sollten, verbleiben in bestimmten Mengen in der Lösung, um die Blutkonzentration auszugleichen.

Der Patient, bei dem die Niere überhaupt nicht mehr funktioniert, muss sich dieser Behandlung zwei- oder meistens sogar dreimal in der Woche aussetzen. Ohne diese Behandlungen wäre sein Leben nach zwei Wochen oder einem Monat beendet. Die Lebenserwartung eines Dialysepatienten liegt zurzeit bei zwölf bis fünfzehn Jahren. Diese Aussage basiert auf europäischen Statistiken und entwickelt sich weiter; es gibt schon Patienten, die über zwanzig Jahre leben.

Ein anderes Verfahren bei Niereninsuffizienz ist die Hämofiltration. Hier wird eine durchlässigere Membrane benutzt, so dass die Flüssigkeitsmenge erhöht werden kann. Die Stoffwechselendprodukte werden aus dem Blut durch einen Filtrationsprozess (Ultrafiltration) ausgeschieden. Es trägt Abfallprodukte und auch notwendige Lösung mit sich. Um das Letztere und den Wasserverlust zu ersetzen, wird durch konstante Infusion einer isoionischen Lösung, die Elektrolyte und andere Substanzen enthält, während der Behandlung ein Ausgleich hergestellt - abzüglich des erwünschten Wasserverlustes, der die Balance zwischen den Behandlungen wieder herstellt.

Der Vorteil dieser Methode liegt in einer einigermaßen konstanten Durchlässigkeit der Blutlösung, der Nachteil jedoch ist der sehr hohe Kostenfaktor und ein höheres Risiko. Während einer Behandlung werden etwa 18 bis 20 Liter Filtrat abgesogen und das gleiche Volumen wird wieder ersetzt. So eine Behandlung dauert ungefähr 5 Stunden und 6 bis 8 Stunden dauert die Dialyse.

(Aus: YOGA Heft Nr. 16) - von Dr. Jan E. Sigdell, Schweiz - Courtesy - Newstime, Hydreabad. 21. Juli 1986