Yoga Lyrik

  1. Auf dem Wellenkamm - Eine Parabel

    Es war mitten in der Nacht im Monsun. Der Himmel war dunkel und bewölkt. Die Stimmung war sehr düster. Ein einsamer Sannyasin ging die Straße entlang und suchte nach einem Schlafplatz. Da sein Besitz nur aus einer kleinen Tasche, einer Decke und einer Taschenlampe bestand, war er glücklich und sorgenfrei.

    Plötzlich hörte er ein Motorrad hinter sich. Es kam auf der dunklen Straße angebraust, hatte jedoch kein Licht. Der Sannyasin wusste, dass der Fahrer in Gefahr war und entschloss sich sofort, ihm seine Laterne zu geben. Er schwenkte die Laterne, um dem Motorradfahrer das Signal zu geben, zu stoppen. Aber es geschah nichts, der Fahrer raste an ihm vorbei. Der Sannyasin rief ihm mit lauter Stimme nach: „Halt an, ich will dir meine Laterne geben, sonst wirst du dich umbringen“. Der Fahrer schrie zurück: „Ich kann nicht halten, ich habe auch keine Bremsen!“

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  2. Auf dem Wellenkamm - Vairagya Shatkam

    Hoffnung ist wie ein fließender Strom,
    dessen Wasser sich aus endlosen Wünschen bildet.
    Er tobt mit den Wellen heftiger Sehnsüchte,
    seine Beutetiere sind die Bindungen an die verschiedensten Dinge.
    Er wimmelt nur so von Wasservögeln
    in Form raffinierter Gedanken der Gier,
    die auf ihrem Weg die großen Blumen Geduld und Kraft zerstören.
    Die Strudel der Ignoranz machen ihn undurchdringbar.
    Und tief wie das Flussbett
    ist auch das Ufer in beängstigender Absicht wahrhaft steil.
    Ein Yogi überquert einen derartigen Strom
    mit reinem Bewusstsein,
    um sich höchster Glückseligkeit zu erfreuen.

    aus: Vairagya Shatkam von Bhartrihari Vers 10 - YOGA 43

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  3. Auf dem Wellenkamm - Yoga

    Warum wendest du dich von deinen eigenen Wurzeln ab,
    um Freiheit, Einsicht und höhere Inspiration zu erlangen?
    Das Leben in Indien ist noch immer reich und erfüllt.
    Krankheit und Armut kam mit dem Einzug fremder Technokratie;
    Ein wahrhaft dürftiges Entgelt.
    Das transzendente Leben allein hat Gültigkeit,
    Und in jeder Nische dieses Landes ist es zu finden

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  4. Yoga des Lachens

    Auf dem Wellenkamm

    Es lebten einmal drei Swamis, sie wurden die lachenden Swamis genannt. Tag und Nacht, wohin sie auch gingen, immer lachten sie, überall und unentwegt. Sie lachten durch die Dörfer, sie lachten mit den Kindern; wohin sie auch kamen, man freute sich auf die lachenden Swamis. Es kam jedoch der Tag, als einer von ihnen starb, und die Menschen wollten sehen, wie sich die anderen beiden nun verhalten würden. Denn schließlich muss man doch weinen, wenn jemand stirbt. Die beiden jedoch konnten nur lachen.

    Lachend bereiteten sie einen Holzstoß, um ihren Freund nach Hindutradition zu verbrennen, und alle lachten mit. Es gab keine dramatischen Trommeln, keine Beerdigungswagen. Sie lachten und lachten; sie brachten Blumen und Gelächter und Gelächter und Blumen. Schließlich legten sie ihn in das Feuer. Das Holz lag bereit.

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  5. Der Schwan

    Steig auf einen weißen Schwan
    und schau, dass du in Balance bist und fest.
    Wenn du gut sitzt, fühlen sich seine Federn warm an und weich.
    Und nun fliege durch die Dunkelheit von Chidakash.
    Tausend Lichtjahre vor dir ist ein kleiner Lichtpunkt,
    darauf richte deinen Blick.

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  6. Guru Purnima Botschaft

    Wie Lord Krishna
    bin ich bereit,
    jedem Angriff im Leben standzuhalten.
    Egal, was die Konsequenzen sind,
    ich möchte nicht von irgendeiner schwierigen Situation befreit sein.
    Was für mich am wichtigsten ist –
    ich möchte nicht ruhen, möchte mich bewegen,
    hin zu dem endgültigen Ziel;

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  7. Deine Kraft

    Dieses Leben ist Deins.
    Nimm Dir die Kraft und mache das, was Du gern machen möchtest,
    Und mache es gut.
    Nimm Dir die Kraft,
    Das im Leben zu lieben, was Du gern möchtest,
    Und liebe es aufrichtig.
    Nimm Dir die Kraft
    Und geh' in den Wald und sei eins mit der Natur.
    Nimm Dir Kraft
    Und werd Meister Deines Lebens,
    Niemand anders kann das für Dich sein.
    Nimm Dir die Kraft
    Und mache Dein Leben glücklich.
    Es ist Dein Recht, Dein einziges Recht,
    Es ist Dein Geburtsrecht.

    (Aus: Yogaheft 7) - Swami Nirvikarananda

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  8. Der Yoga des Lachens!

    Es gibt Menschen, die lachen ihr ganzes Leben lang.
    Sie wissen, wie man lacht und andere zum Lachen bringt.
    Andere Menschen verbringen ihr ganzes Leben mit Jammern.
    Sag’, zu welcher Sorte Mensch gehörst du?
    Lachen ist eine Kunst.
    Manchmal lacht man spontan,
    aber das ist etwas ganz anderes;
    kurz nach dem Lachen kommt vielleicht Weinen.

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  9. Reise zu Dir selbst

    In deinen jungen Jahren hast du dich auf die Reise gemacht, um danach zu suchen und dich zu wundern, wer du bist, was der Sinn von alldem hier ist.

    Reise nur mutig weiter, habe keine Angst, denn du bist nun nicht länger allein. Du wirst beschützt von einem Mantel aus Liebe, und unsichtbare Hände führen und lenken dich.

    Du magst manchmal stolpern, deine Stärke mag nachlassen, aber sei sicher, dass du das Ziel, nach dem du suchst, erreichen wirst. Sei voller Mut, und wenn du sehr müde bist, dann gib dir Zeit für eine Pause und reflektiere über die Glorie der höchsten Höhen vor dir. Denn wenn du zu sehr erschöpft bist, dann mögen dich Zweifel und Gedanken an Rückkehr überfallen. Aber was hast du zurückgelassen, was dich ruft?

    Die Tage deines weltlichen Ehrgeizes sind vorbei, obwohl du dir selbst noch nicht sicher bist. Du hast das Gefühl, dass du weder hierhin noch dorthin gehörst, aber in Wahrheit bist du bereits bei mir.

    u hast die Leere des w

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  10. Die Erleuchtung eines Tigers

    Eine Tigermutter starb, nachdem sie ein Tigerbaby zur Welt gebracht hat. Das Tigerbaby wurde von Ziegen großgezogen. Natürlich glaubte der Tiger, dass er ebenfalls eine Ziege war, das war einfach, natürlich. Von Ziegen großgezogen, mit Ziegen lebend, betrachtete er sich selbst auch als Ziege. Er blieb Vegetarier, aß und kaute Gras, er konnte sich nichts anderes vorstellen. Nicht einmal in seinen Träumen konnte er davon träumen, dass er ein Tiger ist. Und er war ein Tiger!

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  11. Majhi oder der Fährmann

    Oh Majhi, sage mir,
    wie weit ist es noch bis zur Küste.
    Ich habe noch einen langen Weg vor mir.

    Der Himmel ist mit schwarzen Wolken bedeckt,
    ein paar helle Lichtstrahlen hier und da.
    Ich muss sehr weit gehen und dabei
    tiefe Wasser und furchterregende Wellen überqueren.

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  12. Sivaratri

    (Aus: Yogaheft Nr. 60 – 1/97)

    Zwei Rosenblätter
    tauchen aus dem dunkel auf,
    rot und glühend.

    Was verlangst du von meinem herzen,
    frage ich und erkenne,
    keine liebenden Emotionen
    weder traurige noch freudvolle.
    Nichts dieser art.

    Du verlangst,
    die Kerze dieses Herzens
    ruhig und still zu halten,
    mit einem blick sanft und fest,
    aufnehmend und aufgenommen
    im lichte deines Tempels,
    Shiva.

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