Yoga Philosophie

  1. Yoga

    Was ist Yoga?

    Seien wir doch ehrlich, wir wissen noch immer nicht, was Yoga wirklich ist. Wir kennen Hatha Yoga, Raja Yoga, Kriya Yoga, Kundalini Yoga und so weiter, das jedoch sind nur Elemente von Yoga. In der Literatur wird als Ziel, als Höhepunkt von Yoga Samadhi genannt. Samadhi aber ist ein Zustand des Seins, ein Fixstern in der Ferne, ein weit entfernter Traum in unserem Leben und kann nicht vom Verstand, durch Logik, durch rationales Denken erklärt werden. Im Augenblick sind wir noch auf dem Weg des Werdens, und erst, wenn wir den Zustand des Seins erreicht haben, werden wir in der Lage sein, zu verstehen, was Yoga wirklich bedeutet. Mit unserem augenblicklichen Verständnis ist Yoga ein Prozess der Entwicklung, des Erweckens und Aktivierens der verschiedenen Qualitäten des Lebens. Hierum geht es auf dem spirituellen Weg, und das bedeutet, die nötigen Vorbereitungen zu treffen, um den Zustand des Seins, um Yoga zu erfahren.

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  2. Harmonie zwischen Kopf, Herz und Händen

    Harmonie zwischen Kopf, Herz und Händen mit Satyananda Yoga

    Die Yoga Philosophie von Swami Satyananda ist sehr einfach. Es ist sein Yoga Darshan. Seit 1963, als die Bihar School of Yoga im Sivanandashram, Lal Darwaja, begann, führte Sri Swamiji die Yogakurse und den Unterricht, Therapiekurse, Yoga Sadhana Programme und Yogalehrerausbildungen. Was war seine Absicht, wenn er Yoga in Form von aufbauenden Folgen und klaren Strukturen unterrichtet hat? Warum folgte er nicht dem einfachen Weg von Jnana Marga, wie es in der Tradition von Sannyasins üblich ist?

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  3. Shiva und Shakti

    Shiva und Shakti als Symbol

    Die Verehrung von Shiva ist heutzutage auf Indien begrenzt, aber diese Tradition war früher überall in der Welt bekannt. Lange, bevor sich das Christentum entwickelte, gab es Rituale der Verehrung Shivas in vielen Ländern in Ost und West – die Verehrung eines oval geformten Steines. Archäologische Ausgrabungen in Mexiko und anderen Gebieten von Lateinamerika haben mehr Licht auf dieses alte Ritual geworfen. Auch bei den Moslems findet man diesen oval geformten Stein.

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  4. Shivalingam

    Was ist der Shiva Lingam?

    Bevor ich über Shivalingam sprechen werde, möchte ich einige Missverständnisse klären. Im Sanskrit-Wörterbuch findet man bedauerlicherweise das Wort Lingam mit Phallus, dem männlichen Geschlechtsorgan, übersetzt. Als die ersten Forscher vor langer Zeit damit begannen, ihre Thesen über Shivalingam aufzustellen, wussten sie nicht sehr viel über Sanskrit, seine Geschichte und Grammatik. Sie nahmen die Übersetzungen der Wörterbücher wörtlich, also Lingam als das männliche Geschlechtsorgan und Shivalingam als das Geschlechtsorgan von Shiva. So entstand das ganze Missverständnis, das auch bei späteren Forschungen über Shivaismus, den Kult Shivas, und Shivalingam hartnäckig weiterlebte.

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  5. Neue Horizonte des Yoga

    Dynamik des Yoga

    Laien haben sehr vage und oft seltsame Vorstellungen über Yoga. Doch sogar jene, die einige Kenntnisse von dieser alten Wissenschaft und auch praktische Erfahrung haben, finden es häufig nicht leicht, manche seiner offensichtlichen Wahrheiten zu würdigen. Tatsächlich scheinen einige der Vorstellungen, die in diesem Kapitel dargelegt werden, neu und werden höchstwahrscheinlich viele liebgewordene Theorien über Yoga umwerfen.

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  6. Die vier Darshanas

    Yoga, Vedanta, Samkhya, Tantra

    In unserem spirituellen Erleben sollten wir uns durch vier unterschiedliche Übungssysteme bewegen. Indem wir diesen vier verschiedenen Wegen folgen, lassen wir die Vorstellung von Richtig und Falsch hinter uns. Ich möchte ganz allgemein sagen, das richtig und falsch die Gesetzes-Vertreter sind, mit denen wir unser Leben handhaben. Als ich 1986 durch Hobart in Tasmanien lief, sah ich ein Schild, auf dem geschrieben stand: "Right and Wrong, Attorneys at Law" - Richtig und Falsch, Vertreter des Gesetzes. Es war aber so geschrieben: W R I G H T and W O N G , und mir war schlagartig klar, das es so richtig geschrieben war. Unsere Vertreter im Leben sind richtig und falsch, weil das ganze Spektrum des menschlichen Verstehens, das ganze Spektrum menschlichen Akzeptierens auf diesen beiden Prinzipien basiert. Entweder du akzeptierst, und was du akzeptierst ist richtig. Oder du weist zurück, und was du ablehnst ist falsch.

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  7. Die heiligen Schriften Indiens

    Vortrag zu den heiligen Schriften Indiens von Paramahansa Satyananda

    Die Menschen in Indien haben immer versucht, die Ursache zu entdecken, die hinter der Existenz liegt. Dabei haben sie keine Möglichkeit außer Acht gelassen. Im Verlauf von vielen tausend Jahren kamen sie zu der Schlussfolgerung, dass der wahre Grund der Schöpfung allen Daseins jenseits der physischen Existenz liegen muss. Seit Tausenden von Jahren ist der indische Geist davon geprägt, dass die, dass die äußere Realität, die äußere Welt, nicht real ist, dass die Wahrnehmung eine Illusion ist. Die Veden sind Zeugnis für die unermüdlichen Vermutungen, Ergründungen und der letztendlichen Folgerung. Diese Vorgehensweise konnte während der letzten dreitausend Jahre von anderen Denkern nicht akzeptiert werden.

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  8. Krishna

    Über Krishna

    Natavara Nagara Nanda Bhajo Re mana Govinda

    Dies ist ein sehr beliebter Kirtan, der ungefähr so übersetzt werden kann:

    Oh Krishna, Meister aller Sinne, du großer Schauspieler, du Erschaffer des Spiels und du, der alle kennt, dessen einziges Ziel es ist, Segen zu geben, lass uns dich preisen.

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  9. Jesus Christi in Indien

    Das Leben Jesu Christi in Indien, das nirgends aufgezeichnet ist

    Frage: Es werden Stimmen laut, die behaupten, Jesus habe in seinen jungen Jahren einige Jahre in Indien studiert. Ist das wahr? Außerdem ist eine Ähnlichkeit zwischen der Geburt von Jesus und der Geburt von Krishna nicht abzustreiten. Ist es möglich, dass diese beiden in Wirklichkeit ein und derselbe waren?

    Swamijis Antwort: Jesus und Krishna waren zwei große, göttliche Wesen, und die Mythen, die ihre Geburten beschreiben, ähneln sich sehr. Von Krishna wird erzählt, dass er in Mathura zur Welt kam, wo seine Eltern von dem gottlosen König Kamsa gefangen gehalten wurden. In der Geburtsnacht floh Vasudeva mit seinem neugeborenen Sohn Krishna über den Yamuna-Fluss nach Gokul. Der König, der in großer Angst lebte, dass dieses Kind ihn vernichten würde, ließ alle Babys in dieser Gegend töten.

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  10. Dakshina

    Dakshina - Das Recht zu Geben

    Als Marpa, der große tibetanische Lama, zu seinem Guru Naropa kam, um sich unterweisen zu lassen, zögerte er nicht, ihm eine Tasche voll Goldmünzen zu geben. Das klingt zunächst etwas seltsam. Was will ein Heiliger mit Gold? Aber wenn wir nur ein wenig darüber nachdenken, müssen wir erkennen, dass auch ein Heiliger Leib und Seele zusammenhalten muss, wenn er in dieser Welt wirken soll. Und weil Marpa ihm sein Gold gab, konnte er sicher sein, dass Naropa nicht etwa des Hungers starb, bevor er alles von ihm gelernt hatte, was er wissen wollte.

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  11. Karma

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  12. Frage an Swami Satyananda Saraswati

    Ist es ein MUSS für jeden, der im Westen Yoga Asanas unterrichtet, die Sanskrit Namen zu benutzen?

    Sanskrit Namen sollten beim Vermitteln von Asanas auch im Westen unbedingt benutzt werden. Wir haben vieles regionalisiert, mit Yoga sollte das nicht passieren. In Indien, Deutschland, England, Amerika, Grönland, Australien, China und Japan sollte Bhujangasana auch Bhujangasana bleiben. Es ist ein internationales Wort und wir müssen dafür kein Äquivalent wie Schlangen- oder Kobrahaltung finden. Etymologisch betrachtet bedeutet Bhujangasana gar nicht 'Schlange'. Es heißt, "Bhujam angam bechati Bhujanga." Diese Aussage betrifft die Wirbelsäule. Menschen, die unter einem fehlerhaften Zustand der Wirbelsäule leiden, sollten Bhujangasana üben. Wählst Du den Ausdruck 'Schlangenhaltung', besagt das gar nichts, denn die Wirbelsäule einer Schlange ist sehr klein, fast unbedeutend.

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