Yoga & Sanskrit Glossar

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Glossar

Begriff

Erklärung

A ↑ Top
Abhyasa andauernde, ununterbrochene Übung
Adinatha Der Erste unter den Göttern; ein Name, der Lord Shiva von der Natha Sekte der Yogis gegeben wurde.
Aditara weibliches Ebenbild von Adinatha
Advaita wörtl.: "Nicht-Zweiheit" ein Zustand, der nur Gott oder dem Absoluten zugeschrieben werden kann; er ist dem Verstand nicht zugänglich, da das ichbezogene Denken des Wachzustandes aus der Dualität der Subjekt-Objekt-Beziehung nicht herauszutreten vermag. Der Begriff bekommt für den Westen Bedeutung durch die neuesten Erkenntnisse der Atomphysik.
Agni Feuer
Agni Tattwa Feuer Element
Ahamkara Ego, Ichbewusstsein; Zentrum der individuellen mentalen, emotionalen, psychischen und physischen Wirksamkeit
Ajapa Japa meditative Übung, bei der ein Mantra in Verbindung mit dem Ein- und Ausatmen wiederholt wird
Ajna Chakra psychisches Befehlszentrum im Zwischenhirn
Akasha das Alldurchdringende, der Raum; z.B. innerer Raum, vor oder hinter der Stirn - chidakasha; Herzraum - hridayakasha; Äther des äußeren Raumes - mahakasha
Akasha Tattwa Äther Element
Amrit psychischer Nektar; ein Sekret, das in Bindu gebildet wird und vom Lalana Chakra zum Vishuddhi Chakra heruntertropft; verursacht spirituelle Trunkenheit
Amsa Rupini teilweise Offenbarung von Shakti und innere Kraft eines jeden Chakras; sieh auch Dakini, Rakini, Lakini, Sakini und Hakini
Amygdala eine nadelförmige Struktur im limbischen System, von der man annimmt, sie steuere Emotionen wie Aggression, Angst oder Wut
Anahata Chakra psychisches Zentrum, das mit dem Herzen in Verbindung steht
Ananda Lahari siehe Saundarya Lahari
Anandamaya Kosha Hülle der Seeligkeit und über das Mentale hinausgehendes Bewusstsein.
Anga Nyasa Weihe der Gliedmaßen des Körpers durch ein Mantra.
Annamaya Kosha Nahrungshülle, Nahrungskörper
Antah Karana Wörtlich bedeutet es "Inneres Werkzeug", "Inneres Selbst", das Instrument des Bewusstseins; Ahamkara, Manas, Chitta, Buddhi
Antar Kumbhaka Das Zurückhalten des Atems im Körper. Ein wesentlicher Schritt zur Perfektion von Pranayama.
Anu Von den Yogis als Atom beschrieben; durch Verbindung bilden sie die Teilchen der Materie.
Apana Vayu Pranischer Luftstrom, der im Bauch/Unterleib wirksam ist und die Ausscheidung durch die Ausscheidungs- und Fortpflanzungsorgane bewirkt.
Apas Tattwa Wasserelement
Arpana Vereinigung mit der höheren Kraft im eigenen Selbst, oder Vergegenwärtigung des kosmischen Bewusstseins.
Asana Üblicherweise eine bequeme Sitzhaltung; eine bestimmte Haltung, um Prana auszubalancieren und zu kanalisieren
Ashwin Siebter Monat des Mond-Kalenders, der Mitte Oktober beginnt und Mitte November endet.
Atma Seele oder innere Kraft. Der universelle Atma (Paramatma) offenbart sich als der individuelle Atma (Jivatma).
Atma Shakti Spirituelle, geistige oder übersinnliche Kraft oder Energie.
Atma Shuddhi Reinigung des Kausalkörpers
Atma Tattwa In Abhängigkeit stehende Elemente des Mikrokosmos, Bezug zum materiellen Universum.
Avidya Vidya Eines der Kanchukas, das die Wissenskapazität einschränkt.
Avyakta nicht manifestiert
B ↑ Top
Ballistocardiograph Gerät zur Messung von feinen Körperreaktionen, die die Bewegung des Blutkreislaufs begleiten.
Bandha wörtl.: "fesseln, binden"; psycho-muskuläre Energieblockierung, durch die psychische Energie im Körper umgelenkt werden kann
Becken knöcherne Struktur, bestehend aus den Hüftbeinen, dem Kreuzbein und dem Steißbein
Bewusstheit die Fähigkeit des bewussten Wahrnehmens
Bewusstsein Träger universeller und individueller Wahrnehmung.
Bhairava Ein Beiname von Lord Shiva, der den Zustand anzeigt, der jenseits des weltlichen Bewusstseins ist.
Bhairavi Weibliches Pendant von Bhairava, gemeinsam beziehen sie sich auf jene, die die Zweiheit überschritten haben.
Bhajan Gesang der Hingabe
Bhakta jemand, der sich auf dem Weg von Bhakti Yoga befindet
Bhakti intensive innere Hingabe oder Liebe
Bhakti Yoga Yoga der Hingabe
Bhasma gereinigte, geläuterte Essenz oder Asche
Bhava starke innere Hingabe
Bhoga Genuß der Sinnesobjekte; Sinnesvergnügen
Bhrumadhya der Mittelpunkt zwischen den Augenbrauen; Kshetram oder Schalter für Ajna Chakra
Bhupura Die äußere schützende Kraft eines Yantras, das als Zugang dient.
Bhur Loka die materielle Welt; der Körper und seine materiellen Bedingungen sind die irdische Welt des Menschen
Bhuta Element, Tattwa. Panchatattwa
Bhuta Shuddhi Das gleiche wie Tattwa Shuddhi, Reinigung der fünf Elemente.
Bhuvar Loka Die Welt verschiedener Erscheinungen, in der Empfindungen, Gefühle, Leidenschaften und Zuneigungen existieren, die aus Wünschen resultieren. Diese vitale, nervliche Ebene ist über unserer materiellen Erde, in ihr verkehren die Götter mit den Menschen. Es ist ein verwirrendes, weites Feld, dessen Wege vielfältig und schwierig sind.
Bija Mantra im Keim ruhender Klang; ursprüngliches Mantra oder Schwingung, was einem transzendenten Bewusstseinszustand offenbart wird
Bindu psychisches Zentrum am Scheitelpunkt des Hinterkopfes; ein Punkt oder ein Tropfen, der als Substrat des gesamten Kosmos gilt; Schöpfungsplatz
Brahma Geist Gottes; der erste Gott der Hindu-Trinität von Brahma, Vishnu und Shiva. Brahma ist Gott in seinem Aspekt als Schöpfer des Universums.
Brahma Granthi Psycho-muskulärer Knoten im Perineum, der gelöst werden muß, damit Kundalini Sushumna Nadi betreten und aufsteigen kann. Er ist Symbol für Blockierungen, die durch Fesselung an materielle und sinnliche Bedürfnisse hervorgerufen werden. (Siehe auch: Granthi)
Brahma Jnana Erfahrung und Kenntnis von Brahma, reines Bewusstsein
Brahma Nadi der feinste Pranastrom, er fließt in Sushumna Nadi
Brahmacharya Kontrolle und Umlenken der sexuellen Energie, um spirituelles Erwachen herbeizuführen.
Brahmamuhurta Die Zeit zwischen 4 und 6 Uhr morgens. Es ist die sattwische Tageszeit, die für das yogische Sadhana am besten geeignet ist.
Brahman Das ewige, unvergängliche Absolute
Brahmin Mitglied der höchsten Hindu-Kaste, der Priester-Kaste.
Buddhi Intelligenz. Diejenige Instanz im Antahkarana, die durch Unterscheidungsvermögen alle Sinneseindrücke zu klassifizieren vermag. Als Instrument leblos, leiht sie sich die Intelligenz und das Bewußtsein des Atman und entfaltet alle Fähigkeiten des Menschen bis hin zur Intuition.
C ↑ Top
Cervical plexus autonomes Nervengeflecht im Nacken; steht mit dem Vishuddhi Chakra in Verbindung
Cervix kreisförmige Öffnung, die in die Gebärmutter führt; Muttermund; im weiblichen Körper Sitz des Mooladhara Chakras
Chakra wörtl: "Rad" oder "Strudel"; Bezeichnung für die Zentren subtiler oder feinstofflicher Energie im Energiekörper des Menschen; für bestimmte physiologische und psychische Funktionen zuständig
Chandra Swara Der auf das linke Nasenloch beschränkte Atemfluss.
Chela Schüler
Chhayopasana Die Konzentration auf den eigenen Schatten.
Chidakasha Psychischer Raum vor den geschlossenen Augen, unmittelbar hinter der Stirn.
Chit Reines Bewusstsein
Chit Shakti Die Bewegungsenergie verwandt mit dem reinen Bewusstsein
Chitta Bewusstsein; wachbewusste, unterbewusste und unbewusste Ebenen des Gehirns.
Chitta Shakti Die Bewegungsenergie des individuellen Bewusstseins
Chitta Shuddhi Reinigung des individuellen Bewusstseins
Coccygeus Plexus Zum Steißbein gehörendes Nervengeflecht. Kleines Nervengeflecht am unteren Ende der Wirbelsäule, am hinteren Teil des Beckens; steht mit Mooladhara und Swadhisthana Chakra in Verbindung.
Corpus callosum größte Ansammlung von Nervenbahnen, die die beiden Gehirnhemisphären verbindet (Assoziationsbahn)
Cortex cerebri Hirnrinde; Mantel aus Nervenzellen auf der Oberfläche beider Gehirnhemisphären; graue Substanz, die für höhere mentale Funktionen zuständig ist
Cranial passage siehe Wirbelkanal
D ↑ Top
Dakini Shakti des Dhatu in Muladhara, eine der Amsa Rupinis
Dakshina Marga Einer der Wege, die von Tantra aufgezeigt werden, passend für Aspiranten mit Sattwa Natur. Etymologisch heißt es der "rechte Pfad".
Darshan zu erfassen; eine innere Vision und den Segen der göttlichen Kraft zu haben
Deva wörtl.: "Der Leuchtende"; das Göttliche in Form; ein göttliches Wesen mit bestimmten Kräften
Deva Shuddhi Reinigung des psychischen Körpers oder Vijnanamaya Kosha.
Devata göttliche Kraft
Devi Göttin; Ausdrucksform der Shakti-Energie
Dharana Konzentration; Kontinuität eines auf ein Objekt oder eine Vor­stellung gerichteten mentalen Vorgangs
Dharma wörtl.: "tragen, halten"; die Grundlage der menschlichen Moral und Ethik, die gesetzliche Ordnung des Universums und Basis jeder Religion; die Hindus nennen ihre Religion "Sanatana Dharma", die ewige Religion; Schlüssel zu harmonischem Leben; spiritueller Weg.
Dhatu Mineral im Körper: eines von insgesamt sieben. Sapta Dhatu
Dhumra Lingam rauchfarbener (dunkler) Lingam; das Symbol Shivas, wie es sich in Mooladhara Chakra zeigt
Dhyana Meditation, im Sinne einer intensiven Meditation, die über einen langen Zeitraum ausgeführt wird
Diksha Einweihung in das spirituelle Leben durch einen Guru.
DNS (DNA) Desoxiribonucleinsäure; genetisches Material im Zellkern
Dopamine Wichtiger Neurotransmitter, engverwandt mit Noradrenalin; steht in Beziehung mit Stimmung und Wachheit.
Durga wörtl.: "Die Unergründliche"; Hindu Göttin; Personifizierung von Shakti; auf einem Tiger reitend, der Symbol für persönlichen Ehrgeiz ist
Dvaita wörtl.: Zweiheit; die Philosophie des Dualismus, in der Mensch und Gott als voneinander getrennt angesehen werden
Dwesha Aversion, Abneigung
E ↑ Top
EEG (Elektroenzephalographie) mißt mit Elektroden an der Kopfhaut die Gehirnströme und stellt diese graphisch dar
EKG (Elektrokardiogramm) kurvenmäßige Darstellung der von der Körper­oberfläche ableitbaren bioelektrischen Potentiale des tätigen Herzens
EMG (Elektromyographie) durch Aufzeichnung der Muskelpotentiale gewonnenes Kurvenbild
Endokrine Drüse Drüse ohne spezielles Ausführungsgangsystem; Sekretausschleusung direkt in die Blutbahn; Hormonbildner
Enzym Protein, das spezifisch chemische Reaktionen beschleunigt, ohne sich selbst dabei zu verändern oder aufzubrauchen.
Epiglottis Kehldeckel; dünne, schleimhautbedeckte Knorpelplatte, die den Eingang der Luftröhre beim Schluckakt verschließt und das Eindringen von Nahrung verhindert
Epiphyse siehe Zirbeldrüse
G ↑ Top
Gandha Tanmatra Das subtile Prinzip oder Essenz von Geruch.
Ganga der Fluß Ganges; längster und heiligster Fluß Indiens.
Gauri Der Name von Shivas Gemahlin, ein Beiname für Shakti, steht für das Erwachen oder Aufsteigen von Energie.
Gauss (Karl G., Mathematiker, 1777-1855) Meßwert für die Intensität magnetischer Felder
Gen Kleinster verantwortlicher Faktor für die Vererbung der elterlichen Eigenschaften auf die Nachkommen.
Ghatika Der Zeitraum von 24 Minuten.
Glottis Stimmritze
Granthi wörtl.: "Knoten"; im meta-physischen Bereich sind die Granthis die Verstrickungen der feinen Nervenkräfte des psycho-physischen Systems, die das freie Fließen der spirituellen Kräfte im Menschen blockieren. Diese Knoten, die durch Bindungen an die niedrigen Elemente unseres Wesens entstehen, erzeugen Wünsche, Leidenschaften, Selbstsucht usw., die nur durch spirituelle Übungen überwunden werden können. Von diesen Knoten gibt es drei, die das Aufsteigen von Kundalini durch Sushumna Nadi verhindern: brahma granthi, vishnu granthi und rudra granthi.
Guna wörtl.: Grundeigenschaft; die drei Eigenschaften von Materie oder Prakriti: tamas, rajas, sattva
Guru wörtl.: der die Dunkelheit vertreibt; spiritueller Lehrer oder Meister
Guru Chakra anderer Name für das Ajna Chakra; das Auge der Intuition; durch dieses Chakra manifestiert sich die Führung des inneren Gurus
Gyana Yoga Yogaweg der Erkenntnis, der Selbstwahrnehmung
Gyanendriyas die fünf Wahrnehmungsorgane: Nase, Zunge, Augen, Haut, Ohren
Gyrus cinguli Assoziationsbahn im Gehirn; wichtiger Bestandteil des limbischen Systems
H ↑ Top
Hakini Shakti des Dhatu vom Ajna Chakra; eine der Amsa Rupinis
Hatha Yoga Ein Yogasystem, das hauptsächlich Übungen zur Reinigung des Körpers enthält, mit dem Ziel, Ausgewogenheit zwischen den mentalen und pranischen Kräften herzustellen
Hippocampus (seepferdchenähnlicher) Teil des limbischen Systems im Schläfenlappen des Gehirns
Hiranyagarbha wörtl.: "goldenes Ei"; Schoß des Bewusstseins; Sitz der höchsten Bewusstheit in der Krone des Kopfes; auch bekannt als Sahasrara Chakra
Hirnventrikel mit Liquor cerebralis gefüllte Gehirnkammer. Gehirnkammer, in der CSA (Leukozytenregulation) geformt werden.
Hridayakasha Ätherraum, der im Herzen visualisiert wird; Herzraum
Hypometabolischer Zustand der Stoffwechsel ist herabgesetzt, z.B. verminderte Atmung, Kreislauf, Ausscheidung
Hypophyse Hirnanhangsdrüse; nach unten verlagerter Teil des Zwischen­hirns; mit dem Hypothalamus als Steuerorgan des Endokriniums
Hypothalamus wichtige Kontrollstation im Zwischenhirn; verantwortlich für Hormonsekretion, Körpertemperatur und Wasserhaushalt
I ↑ Top
Ida einer der drei großen Energiewege, der manas shakti (Mentalenergie) leitet; befindet sich auf der linken Seite des psychischen Körpers; das "ha" von Hatha Yoga
Ida Nadi Pranischer/psychischer Hauptkanal im feinstofflichen Körper, der Mentalenergie durch Körper und Geist leitet. In der linken Seite des Körpers gelegen. "Ha" von Hatha Yoga steht für den Mond oder die Mondenergie.
Impuls Erregung, die auf elektrischem und chemischem Weg entlang einer Nervenfaserkette verläuft.
Indriya wörtl.: "Sinnesorgan". Umfaßt die fünf Wahrnehmungsorgane und die fünf Handlungsorgane.
Ion elektrisch geladenes Atom
Ishta Devata wörtl.: "Geliebte Gottheit"; persönliches Symbol, Form oder Bild Gottes als Hilfsmittel zur Konzentration
Itarakhya lingam Symbol von Shiva im Ajna Chakra
J ↑ Top
Jagriti Bewusste Ebene; materielle Welt der Sinne
Jalandhara Bandha Kinnverschluß; Prana wird im Rumpf festgehalten, wodurch sich psychische Energie steuern läßt
Jana Loka eine der sieben Ebenen oder Welten (Loka)
Japa wörtl.: "flüstern, murmeln"; Wiederholung eines Mantras; solange, bis es das Bewusstsein durchdringt
Jiva Das Gleiche wie Jivatma.
Jivanmukta befreite Seele; befreit von der endlosen Kette der Karmas und ihrer Wirkungen; jemand, der Selbstverwirklichung oder Moksha erlangt hat
Jivatma die individuelle Seele; Ausdruck für jemanden, der noch im Kör­per weilt, aber weiß, daß er in Wirklichkeit Atman ist.
Jnanendriya Sinnesorgan des Wissens, fünf an der Zahl; Ohren, Augen, Nase, Zunge und Haut
Jyotir Lingam Symbol von Shiva im Sahasrara Chakra. Dieser Lingam ist reines, weißes Licht; er symbolisiert das erleuchtete astrale Bewusstsein.
K ↑ Top
Kabbala eine alte Schrift über die esoterischen Lehren der jüdischen Reli­gion
Kakini Shakti von Dhatu im Anahata Chakra; eines der Amsa Rupinis
Kalaa eines der Kanchukas; begrenzender Aspekt von Shakti, der die schöpferische Kraft des individuellen Bewusstseins und Körpers einschränkt
Kali wörtl.: "die Schwarze"; eine Form von Shakti, die Angst und Schrecken entfesselt; in ihren Anhängern entfernt sie Ignoranz
Kanchuka Unsichtbarer "Deckmantel" von Shakti oder Maya, der das Bewusstsein begrenzt oder einschränkt.
Kara Nyasa Weihe eines Teiles der Hand durch ein Mantra.
Karana Sharira Kausalkörper
Karma Handlung, Arbeit; die am Grund des Unterbewussten liegenden Einprägungen, die einen Menschen zum Handeln zwingen; Gesamtsumme der Samskaras oder Archetypen, die im Bewusstsein ruhen
Karma Yoga Yogaweg des Handelns; selbstlos ausgeführte Handlung, zum Wohl anderer oder aus einer inneren Verantwortung; Handlung ohne Eigennutz, die es ermöglicht, das sich Samskaras zum Ausdruck bringen
Karmendriyas die fünf Organe der Handlung: Anus, Sexualorgane, Füße, Hände, Stimmbänder
Kaula Marga Ein von Tantra aufgezeigter Weg, bei dem die Initiation in der Kula oder Familie stattfindet und von der Mutter auf den Sohn übertragen wird.
Kaulachara Praktizierender der Grundsätze von Kaula Marga Tantra.
Kausalkörper eine Ebene, die im Tiefschlaf und während bestimmter Stufen von Samadhi wahrgenommen wird
Kaya Sthairyam Ruhigstellung des Körpers; Vorbereitung auf die Meditation
Kevala Kumbhaka unwillkürliches Atemanhalten
Khechari Mudra ein Mudra, zu Hatha Yoga und Tantra gehörig, wobei die Zunge in den Rachenraum gerollt wird, um Amrit vom Lalana Chakra fließen zu lassen; aktiviert Vishuddhi Chakra
Kirtan die melodische Wiederholung von Mantras; kraftvolle, wichtige und einfache Übung, um Pratyahara herzustellen; gehört zu Bhakti Yoga und zu Nada Yoga
Kosha wörtl.: Hülle, Überdeckung; Hüllen, die das Selbst verdecken
Kreuzbein Os sacrum; aus fünf miteinander verschmolzenen Wirbeln be­stehender, dreieckiger Knochen, der sich zum Bau des Beckengürtels keil­förmig zwischen die Hüftbeine schiebt
Kreuzbeingeflecht (Sakralplexus) Nervengeflecht am hinteren Becken; enge Verbindung mit Swadhisthana und Mooladhara Chakra; verantwortlich für die Funktionen des Urogenitalsystems
Krishna Krishna
Kriya Yoga Der praktische Aspekt von Kundalini Yoga. System von zwanzig Übungen, um die verborgene potentielle, schöpferischer Kraft und das Bewusstsein zu erwecken.
Kshetra wörtl.: "Kenner des Feldes"; einer, der alles kennt, was auf dem Feld des Lebens in Körper und Denken geschieht
Kshetram Schaltpunkt für die Chakras; sie liegen an der Vorderseite des Körpers
Kula Erbe, Abstammung
Kumbhaka Anhalten des Atems
Kundalini Oft als die Schlangenkraft bezeichnet. Die spirituelle Energie, Kapazität und das spirituelle Bewusstsein im Menschen, das bei den meisten Menschen noch unerweckt in Muladhara ruht.
Kundalini Yoga Philosophie, die das Erwecken der potentiellen Energie und das innewohnende Bewusstsein erklärt.
Kurma Nadi (Schildkrötennadi) wird mit Vishuddhi Chakra assoziert; Leben ohne Nahrung ist dann möglich, wenn dieses Nadi bewusst gesteuert werden kann
L ↑ Top
Lakini Shakti von Dhatu im Manipura Chakra, eines der Amsa Rupinis.
Lakshmi Aspekt von Purna Shakti; Göttin des Wohlstands, Partnerin von Vishnu
Lalana Chakra untergeordnetes Chakra an der hinteren Wand des Ra­chens; von Bindu herabtropfender Nektar oder Amrit wird hier aufbewahrt und an Vishuddhi weitergeleitet
Larynx Kehlkopf; Stimmapparat hinter der Zungenwurzel im oberen Halsbereich
Lata Sadhana Tantrisches Sadhana, in das eine weibliche Erwachsene einbezogen ist.
Lila Kosmisches Spiel von Bewusstsein und Energie.
Limbisches System Teile der primitiven cortikalen Strukturen des Gehirns, die Grundbedürfnisse und -funktionen, wie Hunger, Sexualverlangen, autonome Funktionen, Emotionen usw. steuern.
Lingam Symbol für Shiva; männlicher Aspekt im Universum; Symbol des Astralkörpers. Im Westen ist dieses Zeichen wenig verstanden und als reines Sexsymbol interpretiert worden.
Liquor cerebrospinalis Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umgibt.
Loka wörtl.: "Welt"; im Zusammenhang mit der Unterteilung des Universums in verschiedene Welten gebraucht; Dimension oder Ebene des Seins oder des Bewusstseins. Es wird von sieben Welten gesprochen: bhuloka, bhurvarloka, svahloka, mahaloka, janaloka, tapaloka und satyamloka, die jeweils den Chakras zugeordnet sind.
M ↑ Top
Madya Wein; verweist auf spirituellen Rausch durch Trinken von Amrit, dem Nektar der Unsterblichkeit
Maha Loka Ebene, die mit dem Anahata Chakra assoziiert ist.
Mahakala große oder zeitlose Zeit
Mahanirvana Tantra Eines der sechsundvierzig Tantras, das die Übungen von Kaula Marga Tantra für Verheiratete erklärt.
Mahaprana Die große Shakti; kosmische Energie
Mahat Buddhi, höheres Bewusstsein in einem Individuum, das durch Ajna Chakra wirkt.
Mahatma große Seele
Maheshwara Der Herr; ein Beiname von Shiva
Maheshwari Weibliches Pendant oder Shakti von Maheshwara.
Maithuna wörtliche Bedeutung: "Sich-Hingeben"; sexuelle Vereinigung mit spirituellem Motiv
Mala eine dem Rosenkranz ähnliche Perlenkette; Hilfsmittel bei meditati­ven Übungen.
Manas ein bestimmter Aspekt des Bewusstseins; Fähigkeit des Mentalbereichs, zu vergleichen, zu klassifizieren und zu begründen
Manas Shakti Mentalkraft
Mandala wörtl.: "Kreis, Bogen, Abschnitt"; tantrisches Diagramm; Hilfs­mittel für die Meditation
Manipura Chakra Entlang der Wirbelsäule das dritte pranisch-/psychische Zentrum, verbunden mit dem Solar Plexus.
Manische Depression eine Psychose, die durch starke Stimmungswechsel gekennzeichnet ist.
Manomaya Kosha die dritte der fünf Hüllen, die das Selbst (Atman) um­geben, die Hülle des Denkens
Mantra Klang oder Klangfolge; in vorgeschriebener Weise rezitiert, hat es körperliche, psychische oder spirituelle Wirkung
Marga Weg
Matra Maßeinheit; traditionsgemäß benutzt, um eine Übungszeit zu mes­sen, speziell Atemübungen
Maya wörtl.: "Täuschung, Illusion, Schein"
Medulla oblongata verlängertes Rückenmark; Teil des Rautenhirns, das die Brücke mit dem Rückenmark verbindet; zuständig für die Steuerung von Atmung und Kreislauf
Moksha Erlösung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod.
Moola Bandha yogische Technik, um Mooladhara Chakra zu aktivieren, damit Kundalini erwachen kann; wird durch Kontraktion einer Muskelgruppe im Perineum ausgeführt (für Frauen ist es der Muttermund)
Mouna Gelöbnis des Schweigens.
Mudra wörtl.: "Siegel, Zeichen"; eine Körperhaltung oder symbolische Ge­ste; bewirkt Anregung des psychischen Energieflusses
Muni Heiliger, der durch Askese und spirituelle Übungen einen höheren Bewusstseinszustand erlangt hat.
N ↑ Top
Nada Klang, insbesondere der innere Klang.
Nada Yoga Yogaweg des inneren Klanges; ein Zweig von Yoga, in dem der Klang für die Meditation eingesetzt wird
Nadi wörtl.: "Röhre, Gefäß, Ader"; Energiekanal, um Prana im Astralkörper zu verteilen
Nadika Das gleiche wie Ghatika
Narayani Shakti oder weiblicher Aspekt von Narayana (der Erhalter des Kosmos).
Nataraja wörtlich bedeutet es "König des Tanzes"; ein Beiname von Shiva
Naumukhi Mudra Physische, mentale, psychische Gebärde des Schließens der "neun Tore" des Körpers, bei der die Gesichtsöffnungen mit den Fingern verschlossen werden und die Muskeln des Damms, die Muskulatur um den Muttermund und die Muskulatur um die Harnröhre kontrahiert werden.
Neti Hatha Yoga Reinigungstechnik, in der warmes Salzwasser durch die Nasenwege geleitet wird; eine der Shatkarmas.
Neuro den Nerv betreffend
Neurotransmitter chemische Substanz, die an Nervenzellendigungen die Erregung überträgt
Nirvana Erleuchtung, Samadhi; Harmonie zwischen dem individuellen und dem universellen Bewusstsein
Nivritti Marga wörtl.: "Rückkehr"; der Weg, der zu dem Ursprung zurück­führt, aus dem wir uns einst entfernt haben
Nuklearspaltung der Vorgang, durch Atomspaltung aus Materie Energie zu gewinnen; Kernspaltung
Nyasa Akt der Weihe des Körpers durch den Gebrauch von Mantra und durch äußerliche Verehrung.
O ↑ Top
Om der Urklang des Universums; das Mantra, aus dem alle anderen entstanden sind
P ↑ Top
Padmasana der Lotossitz
Panchamahabhuta Das gleiche wie Panchatattwa; die fünf Elemente
Panchatattwa Die fünf Elemente wie Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Akasha, Vayu, Agni, Apas, Prithvi Tattwa.
Panchavayu Die fünf pranischen Luftströme; Prana, Apana, Samana, Udana, Vyana Vayu.
Panchikara Prozess der Umwandlung von feinstofflichen Elementen in grobstoffliche.
Panchopchara Das Durchdringen eines Elementes in ein anderes durch äußerliche Riten und Opfergaben; Teil von Rishyadi Nyasa
Para Groß, das Höchste, Transzendentes
Para Sadhana Höchste Form des Sadhana.
Para Shakti Das große kosmische, kinetische Prinzip.
Paramtattwa Das erste und höchste Element.
Paranoia chronische geistige Störung; charakteristisch sind Verwirrung und Halluzinationen
Parasympathisches Nervensystem Teil des autonomen Nervensystems, verantwortlich für Ruhephasen und Entspannung von Körper und Gedanken.
Parinama Wechsel, Wachsen, Entwicklung
Parvati Kinetisches Prinzip oder Shakti, Partnerin von Shiva
Pashu Der instinktive oder animalische Teil der menschlichen Natur.
Patanjali Verfasser der Yoga Philosophie und des Ashtanga Yoga, des Yoga Sutras.
Perineum Damm
Pinda Käfig, der physische Körper.
Pingala einer der großen Energiewege, der Prana Shakti (Vitalenergie) lei­tet; befindet sich auf der rechten Seite des psychischen Körpers; das ‚Tha' von Hatha Yoga
Pingala Nadi Haupt-Nadi auf der rechten Seite des Körpers, das Ida Nadi gegenüberliegend, Pranashakti von der rechten Seite aus Muladhara heraufführt, indem es jedes Chakra durchkreuzt, bis es die rechte Seite von Ajna erreicht. Auch verbunden mit der Ebene von irdischer Existenz und bewussten Erfahrungen. Das ‚Tha' von Hatha Yoga verweist auf die Sonne oder die Sonnenenergie.
Plexus Netzwerk miteinander verwobener Nervenfasern; besonders an Hauptabzweigungsstellen vieler Nervenstämme wie im Hals- und Lendenbereich des Rückenmarks
Plexus cardiacus Nervengeflecht, das das Herz beherrscht; hat seine fein­stoffliche Entsprechung im Anahata Chakra
Plexus cervicalis Halsgeflecht, gebildet von den ventralen Ästen der Spi­nalnerven; hat seine feinstoffliche Entsprechung im Vishuddhi Chakra
Plexus coccygeus kleines Nervengeflecht am Ende der Wirbelsäule hinter der Beckenhöhle, zum Steißbein gehörend; hat seine feinstoffliche Entspre­chung im Mooladhara und Swadhisthana Chakra
Plexus sacralis Kreuzgeflecht, gebildet von den ventralen Ästen der Spi­nalnerven; hat seine feinstoffliche Entsprechung im Swadhisthana Chakra (Siehe auch Kreuzbeingeflecht)
Plexus solaris im oberen Bauchraum vor der Wirbelsäule gelegenes, größ­tes und wichtigstes vegetatives Nervengeflecht; hat seine feinstoffliche Ent­sprechung im Manipura Chakra
Prajna Intuition
Prakriti gemäß der Sankhya Philosophie die grundlegende Substanz oder das Prinzip der gesamten phänomenalen oder manifestierten Welt, die sich aus den drei Gunas (triguna) oder Eigenschaften zusammensetzt
Pralaya Vernichtung der Schöpfung
Prana wörtl.; "Atem, Lebensodem"; die kosmische Energie, die den Körper durchdringt und erhält und sich in den Geschöpfen am deutlichsten als Atem manifestiert; auch Bioenergie oder Vitalenergie
Prana Prathistha Das Anrufen der kosmischen Macht in ein Mandala, in eine göttliche Form oder in einen Körper.
Prana Shakti pranische Kraft, Vitalkraft
Prana Vayu pranische Luftströme; Name für alle Vayus. Ebenso die besondere Funktion von Vayu im Thorax, wo er aufwärts strömt
Pranayama yogische Übung, um den Pranafluß im feinstofflichen Körper lenken zu können; dazu muß der Atemverlauf gemeistert werden
Pranamaya Kosha die vierte der fünf Hüllen, die feinstoffliche oder Vi­talhülle, die Körper und Denken belebt und zusammenhält; Energieebene; Aspekt des Wachzustands
Pranotthana Impulse, die im Sushumna Nadi zu den höheren Gehirn­zentren wandern, wenn ein Chakra vorübergehend erwacht. Diese Impulse bereiten Sushumna Nadi für das Erwachen von Kundalini vor.
Prasad Eine Wohltat, von einer Gottheit, einem Guru oder Heiligen, meist in Form von Nahrung gegeben.
Pratyahara Das Zurückziehen des Geistes von sinnlichen Eindrücken.
Pravritti Marga der Weg, sich immer weiter nach außen zu wenden, ge­nau entgegengesetzt zu unserer ursprünglichen Quelle
Prithvi Tattwa Erdelement
Psi psychische Phänomene
Psyche der gesamte mentale Aspekt im Menschen; das menschliche Bewusstsein mit allen Aspekten
Psychose Geistesstörung; charakterisiert durch Realitätsverlust
Puja Äußerliche Verehrung
Pujari Verehrender, Anbetender, vor allem in einem Tempel
Purana Legendäre Erzählung, die Schöpfung, die Neuschöpfung und die Abstammung von Weisen und Herrschern erklärt, in insgesamt 18 Büchern.
Purna Shakti Vollständige Offenbarung von Shakti in der Form von Kali, Durga, Parvati. Das ganze Potential von Kundalini.
Purusha wörtl.: "Mensch"; laut Sankhya der ursprüngliche, ewige Mensch; das höchste Wesen; höchstes Bewusstsein; der Geist oder das wahre Selbst
Purushartha Ziel des individuellen Bewusstseins, insgesamt vier an der Zahl; Kama, Artha, Dharma, Moksha
Q ↑ Top
Quanten Die kleinsten in einem Wellenvorgang (z.B. Licht, Schallwellen) der Frequenz auftretenden und sich wie Teilchen verhaltenden Energiemengen.
R ↑ Top
Raga Anhaftung; eine der fünf Qualen nach Pantanjali. Gemäß Tantra ist es auch eines der Kanchukas, das die Kapazität einschränkt oder Wunsch und Willenskraft in einem Individuum begrenzt
Raja Yoga wörtl.: "der königliche Yoga": achtstufiger Yogaweg, von Patan­jali zusammengefaßt. Er beginnt mit gedanklicher Stabilität und führt zum höchsten Zustand der Meditation - Samadhi
Rajas Zweite Eigenschaft von Maya, die Dynamik, Bewegung, und einen schwankenden Geisteszustand darstellt.
Rajo Guna Eines der drei Gunas von Prakriti, was durch Ruhelosigkeit, Aktivität und Ehrgeiz gekennzeichnet ist.
Rakini Shakti von Dhatu im Swadhisthana Chakra; eines der Amsa Rupinis
Rakshasa Dämon; negative oder selbstzerstörerische Kraft
Rasa Tanmatra Feinstoffliches Prinzip oder wesentliche Eigenschaft von Geschmack.
Raudri Partnerin von Rudra, kinetisches Prinzip
Retikulares Aktivierungssystem Netzwerk von Fasern im Kern des Hirnstamms, das Schlaflosigkeit und Munterkeit reguliert.
Rishi Seher oder Heiliger; jemand, der die Wahrheit erkannt hat
Rishyadi Nyasa Eine vollständige Zeremonie, die allgemein verständliche und geheime Symbole verwendet, um das Bewusstsein durch die Stadien von Pratyahara, Dharana, Dhyana voranzutreiben, um Kräfte ähnlich denen der Rishis zu erlangen.
RNS (RNA) Ribonukleinsäure; genetisches Material als Botenstoff
Rolfing nach Ida Rolf; strukturelle Integration; Tiefenmassage, um Körperstrukturen zu tonisieren
Rudra Name von Shiva in der Rig Veda, steht für einen sehr hohen Bewusstseinsstand.
Rudra Granthi (auch als Shiva Granthi bekannt) der Knoten von Shiva; ein psychischer Knoten im Ajna Chakra; Symbol für das Anhaften an Siddhis, höhere mentale Fähigkeiten, die man hinter sich lassen muß, bevor Kundalini völlig erwachen kann
Rupa Form, Anblick
Rupa Tanmatra Feinstoffliches Prinzip oder Essenz von Vision, Form
S ↑ Top
Sadhaka jemand, der regelmäßig spirituelle Übungen ausführt; Suchender
Sadhana spirituelle Übung; Disziplin; beständiges Bemühen; Training
Sadhu ein Mensch, der auf Suche nach Gott ist
Sahajoli Vajroli Mudra, von Frauen ausgeführt; Kontraktion des Urogeni­talsystems
Sahasrara tausendblättriger Lotos oder Chakra im oberen Kopf; höchstes psychisches Zentrum; Grenze zwischen psychischen und spirituellen Ebenen; enthält alle darunterliegenden Chakras
Sahasrara Chakra Der tausendblättrige Lotos oder das Chakra, das sich im obersten Teil des Kopfes befindet. Höchstes psychisches Zentrum. Grenze zwischen psychischen und spirituellen Ebenen, in denen alle unteren Chakras enthalten sind.
Sakini Shakti des Dhatu im Vishuddi Chakra, eines der Amsa Rupinis.
Sakshi Der Aspekt des persönlichen, individuellen Bewusstseins als stummer Zeuge.
Samadhi Seinszustand, der die Sterblichkeit überschreitet; allwissend und alldurchdringend; höchste Ebene der Meditation; Vereinigung mit dem Meditationsobjekt und dem universalen Bewusstsein
Samana Einer der fünf Hauptströme der Vitalenergie, der alle Gliedmaße durchfließt und den Körper durch Verteilung von Nahrung als rasa nährt. In vielen Hatha Yoga Schriften wird er der Region des Nabels zugeordnet.
Samana Vayu Pranischer Luftstrom im mittleren Bereich des Körpers; fördert die Einverleibung
Samskara Einprägungen im Bewusstsein aus der Vergangenheit; Arche­typen
Samyama Der dreifache Prozess von Konzentration, Meditation und Samadhi, der durch beständige Übung spontan erfolgt.
Sandhya Ritual, das morgens, mittags oder abends ausgeführt wird.
Sangha Zusammensein; in Gesellschaft; Vertrautheit
Sankalpa spiritueller Entschluß
Sankalpa Shakti die Kraft des Willens
Sankhya Eines der sechs orthodoxen Philosophiesysteme des Hinduismus, das von Kapila begründet wurde. Es lehrt, das durch die Vereinigung von Prakriti (Natur) mit Purusha (Bewusstsein) das Universum entsteht; genaue Klassifizierung von allem, was wir kennen, ohne auf eine äußere Kraft (Gott) zu verweisen.
Sannyasa völlige Loslösung vom Weltlichen; vollkommene Hingabe
Sapta Dhatu Die sieben Körpersubstanzen, Knochen, Fett, Fleisch, Haut, Mark und Samen/Ei.
Saraswati Aspekt von Purna Shakti; Verleiherin von Weisheit, dem Wissen von den schönen Künste und der Sprache. Schöpferische Kraft von Brahma
Satsang spirituelle Unterweisung; Führung von einem erleuchteten Wesen oder Guru
Sattwa eines der drei Gunas von Prakriti; reiner, ausgewogener Zustand des Bewusstseins oder der gesamten manifestierten Welt
Satyam Loka eine der sieben Ebenen; wird mit Bindu Visarga assoziiert
Saundarya Lahari eine Folge von Mantras, die von von Adi Shanka­racharya enthüllt wurden und in verschiedenen tantrischen Übungen benutzt werden
Schizophrenie ernsthafte Geistesstörung auf mental/emotionaler Ebene; bezeichnend sind Halluzinationen und Unvermögen, Gedanken, Gefühle und Handlungen zu koordinieren
Schläfenlappen (Lobus temporalis) liegt unterhalb von Stirn- und Scheitellappen; hier befinden sich die Heschl-Querwindungen, das primäre Hörzentrum
Schumann Resonanz magnetische Resonanz der Erde - 7 Zykl./Sek.
Scrotum Hodensack
Sensorischer Nerv Nerv, der Informationen von einem Sinnesorgan zum Gehirn oder Rückenmark weiterleitet.
Shabda Klang oder Wort; Schöpfungsprinzip in materieller Form
Shaivismus Philosophie der Verehrung Shivas; wahrscheinlich der älteste Glaube
Shakti Kraft, Energie; weiblicher Aspekt der Schöpfung; die Kraft, die sich durch alle in Erscheinung tretenden Phänomene ausdrückt
Shambhavi Weibliches Ebenbild von Shambhu, steht für die Konzentration.
Shambhavi Mudra ein Mudra, genannt nach Shambhu (Shiva); die Au­gen sind auf Bhrumadhya gerichtet
Shambhu Wörtliche Bedeutung ist "Aus dem Frieden geboren"; ein Name von Shiva
Shankhaprakshalana eine Methode, den gesamten Verdauungstrakt zu reinigen
Shanmukhi Mudra Spezielle Mudra, in der die Gesichtsöffnungen mit den Fingern verschlossen werden.
Shanti Frieden
Shastra wörtl.: "Belehrung, Lehrbuch"; alte Schrift
Shatkarmas die sechs Reinigungsübungen aus Hatha Yoga
Shiva Archetyp für Entsagung; Yogi, der sich in den Höhen des Himalayas der Meditation hingibt; Hindu Gott; zerstörender Aspekt im Universum; die anderen Aspekte sind "Erschaffen" und "Erhalten"
Shiva Tattwa Absolute, reine und vereinigte Elemente des Makrokosmos.
Shivalingam ovalgeformter Stein; Symbol für Shiva, für Höchstes Bewußtsein, für Astralkörper
Shoonya, Shoonyata Zustand der absoluten Leere, des Nichts; mentales Vakuum
Shravan Fünfter Monat des Mondkalenders, der von Mitte Juli bis Mitte August währt.
Shuddhi Reinigung; Läuterung
Siddha Meister, Yogi; jemand, der Natur, Materie und Bewußtsein unter Kontrolle hat
Siddha Yoni Asana Von Frauen ausgeführt, so wie Siddhaasana; die linke Ferse drückt gegen die Vagina, die Zehen des rechten Fußes liegen zwischen der linken Wade und dem Oberschenkel
Siddhasana die vollkommene Sitzhaltung
Siddhi Meisterschaft; eine der acht okkulten Kräfte; übernatürliche Kraft, die mit dem Erwachen eines Chakras in Verbindung steht
Solarplexus siehe Plexus solaris
Soma Amrit; eine Pflanze, die von Rishis im altertümlichen Indien benutzt wurde, um spirituell zu erwachen und Unsterblichkeit zu erlangen
Sparsha Tanmatra Feinstoffliches Prinzip oder wesentliche Eigenschaft von Berührung oder Empfindung.
Sri Aurobindo Weltbekannter Mahayogi; lebte in Pondicherry, Süd-Indien im frühen 20. Jahrhundert
Srimad Devi Bhagavatam Purana Eines der achtzehn Puranas, die die Pracht und Herrlichkeit von Devi preisen; beinhaltet auch Handlungen zur Verehrung von Shakti
Steißbein unterster Wirbelsäulenabschnitt (nach dem Kreuzbein); besteht aus vier miteinander verschmolzenen Wirbeln
Sthiti Erleuchtung, erreicht durch Konzentration, die erlangt ist durch die Verfeinerung oder Reinigung der Elemente.
Sthoola Sharira Grober Körper, verbunden mit Wachbewusstem.
Stirnlappen (Lobus frontalis) vorderer Großhirnabschnitt bis zur Zen­tralfurche, die die Hemisphäre im rechten Winkel zur Hirnlängsspalte nahe­zu vollständig halbiert
Sukshma feinstofflich
Sukshma Sadhana Spirituelle Übung, die unmittelbar den feinstofflichen Körper und feinstoffliche Elemente beeinflusst.
Sukshma Sharira Feinstofflicher oder Astral Körper, verbunden mit dem Unterbewusstsein.
Surya Swara Atemfluss nur im rechten Nasenloch
Sushumna Nadi wichtigster psychischer Weg; befindet sich inmitten der Wirbelsäule im Rückmark vom unteren Ende bis zum Gehirn
Sushupti Unbewusster Bereich und Bewusstseinszustand; Tiefschlaf
Svarloka der Himmel Indras und die Welt des Lichts, der reinen Gedanken und Gefühle. Name für den reinen Bewußtseinszustand, der für den Menschen der wahre Himmel ist
Swadhisthana Chakra psychisches Zentrum, das mit dem Steißbein korrespondiert bzw. mit dem Bereich des Schambeins
Swami wörtl.: "Herr", "Meister über sich selbst"; jemand, der sein Bewusstsein beherrscht; Sannyasin Jünger, der von seinem Guru in Sannyasa eingeweiht ist; jemand, der weltliche Erfahrungen nicht mehr als sein Lebensziel betrachtet
Swapna Traumzustand, Unterbewusstes
Swar Himmel, göttlichene Ebene der Existenz
Swara Yoga die Wissenschaft des Atemzyklus
Swastika abgeleitet von svasti: "Glück, Heil". Glückbringende Kreuzfigur, ein mystisches Religionszeichen, das als Hakenkreuz überall auf Tempeln und Kunstobjekten zu finden ist
Swayambhu wörtl.: "aus sich selbst existierend"
Sympathikus besonders die Eingeweide versorgender, den Grenzstrang mit Ganglienkette einschließender, vorwiegend in Begleitung der Blutgefäße im Körper sich verbreitender Teil des vegetativen oder autonomen Nervensystems; Gegenspieler des Parasympathikus
T ↑ Top
Tamas Dunkelheit; Trägheit; eine der drei Gunas von Prakriti.
Tamoguna Eigenschaft von Trägheit, Stumpfsinnigkeit
Tandava Nritya Der Tanz von Lord Shiva, bei dem er der Schöpfung voraus schreitet, weswegen er Nataraja genannt ist.
Tanmatra wörtl.: "das allein"; es ist möglich, daß dieses Wort eine Verkür­zung von tanu matra (feine Materie) ist. Laut der Sankhya Philosophie ver­weist dieser Begriff auf den subtilen Aspekt der materiellen Elemente (bhuta). Sie sind das Potential von Klang, Sehen oder Form, Berührung, Geschmack und Geruch. Diese fünf Potentiale gehören zur Ebene der "unteilbaren" Existenz. Aus ihnen entsteht die Kategorisierung der Tattvas (der fünf Elemente), der fünf Gyanendriyas, der fünf Karmendriyas und der verschiedenen Ebenen des Bewußtseins
Tantra Wissenschaft aus dem Altertum; bestimmte Techniken werden benutzt, um das Bewusstsein auszudehnen, aus Begrenzungen herauszuführen und Energie zu befreien
Tantra Shastra Schriften der tantrischen Tradition, die spirituelle Techniken enthalten; Dialog zwischen Shiva und Shakti; diese Schriften verweisen auf die Kunst des Lebens in Form von Ritualen, Verehrungen, Disziplinen, Meditation; sie geben Hilfen zur Erlangung von Kräften
Tantriker Ausübender von Tantra
Tapa Loka eine der sieben Ebenen; wird mit dem Ajna Chakra assoziiert
Tapasya Askese; Konditionierung des Körpers, um Unreinheiten zu entfernen und Schwächen und Mängel des Körpers, des Bewußtseins und der Sinne zu überwinden
Tattwa elementare Natur oder Eigenschaft wie Feuer, Wasser, Luft, Erde, Äther
Thalamus zentrale Schaltstelle im Zwischenhirn, von der u.a. Informationen zur sensorischen Hirnrinde geleitet werden; Empfindungsstelle für Schmerz, Berührung und Temperatur
Trataka meditative Technik aus Hatha Yoga; Fixierung der Augen auf ein bestimmtes Objekt
Triguna Die drei Gunas, Tamas, Rajas und Sattwa.
Trishula Dreizack; dreizackiges Werkzeug, das Shiva und viele Heilige und Entsagende mit sich tragen; die drei Zacken sind Symbol für die drei Nadis oder die drei Gunas
Triyambake Die "Dreiäugige" und kinetischer Aspekt von Triyambakam oder Shiva.
Turiya Vierter Bewusstseinszustand, überbewusster Zustand, der nicht offenbare Zustand des reinen Bewusstseins.
U ↑ Top
Udana Einer der fünf wichtigsten Ströme der Lebenskraft im Körper. Laut Tri-Shikhi-Brahmana-Upanishad zirkuliert er in den Gliedmaßen und ist für Verdauung verantwortlich. Laut der sehr viel älteren Maitrayaniya-Upanishad steuert er Rülpsen und Schlucken. Ebenso heißt es, daß Udana im Zustand von Samadhi und bei Eintritt des Todes die Psyche zum Kopf trägt, und Beherrschung dieser sich aufwärts bewegenden Energie die Levitation (siddhi) ermöglicht.
Udana Vayu Strom pranischer Energie, der oberhalb der Kehle wirksam ist.
Uddiyana Bandha wörtl.: "aufwärts fliegen"; yogische Übung, in der durch Bewegung der Bauchmuskeln und -organe Prana gelenkt wird
Upanishad Wörtliche Bedeutung "Nah beieinander sitzen". Bücher der Veda, überlieferungsgemäß einhundertacht an der Zahl, die Dialoge zwischen Guru und Jünger über die Natur, die Wirklichkeit und die Identität von individuellem und kosmischen Bewusstsein enthalten.
Upaprana Untergeordnete Prana Vayu Funktion
Upasana Verehrung, Konzentration, Dharana
V ↑ Top
Vairagya frei von Verhaftung; eine innere Verfassung, die jemanden mit­ten im Chaos des Lebens ruhig und friedlich sein läßt
Vajra Nadi verbindet die Ausdruckskraft der Sexualenergie mit dem Gehirn; bringt Ojas zum Fließen, was die höchste Energieform im menschlichen Körper ist und sich konzentriert im Samen befindet
Vajroli Mudra Kontraktion des Vajra Nadi
Vama Marga Wörtlich bedeutet es, "Der linke Pfad". In Tantra entwickelter Pfad, auf welchem die Frau an den Übungen teilnimmt und als der Guru betrachtet wird; schließt das Panchamakara Sadhana von Mamsa, Matsya, Madhya, Mudra und Maithuna ein.
Vamachara Jemand, der die Lehre von Vama Marga Tantra praktiziert.
Varna Farbe
Vasana die Wünsche, die die treibende Kraft hinter jedem Gedanken und jeder Tat sind
Vayu Luft; auch gebraucht im Zusammenhang mit prana vayu und der fünffachen Unterteilung der Vitalenergie (Prana) im Körper
Vayu Tattwa Luft Element
Vedachara Ein von Tantra gezeichneter Pfad, bei welchem die Übungen in Übereinstimmung mit den ausdrückliche Anweisungen der Veden ausgeführt werden.
Vedanta die zusammengefaßte Philosophie der Veden
Vedantin Jemand, der Vedanta glaubt und praktiziert.
Vedas religiöse Schriften der Arier; die ältesten Schriften der Menschheit, geschrieben vor mehr als 5000 Jahren
Vidya Tattwa Reine freie und bedingte Elemente des Mikrokosmos, die Verschiedenheit schaffen, Maya und Kanchukas.
Vigyanamaya Kosha die zweite Hülle, die das Selbst verhüllt, mit der Fähigkeit des Unterscheidens und Wollens; intuitive oder astrale Dimension; Aspekt des Unterbewussten und Unbewussten
Vijnanamaya Kosha Körper oder Mantel aus Intuition oder höherer Erkenntnis.
Vikalpa Einbildung, Gegengedanke
Viparyaya Falsches Wissen, falsche Annahme
Vishnu Gottheit der Hindus; Erhalter des Universums
Vishuddhi Chakra das psychische Zentrum, das in der Halsregion liegt
Vorderhirn vorderer Teil des Embryonalgehirns, aus dem sich das Großhirn entwickelt
Vritti eine Bewegung, die im Bewusstsein stattfindet, ähnlich wie die Kreise, die sich bilden, wenn man einen Stein in ein stilles Gewässer wirft
Vyakta Offenbar
Vyana Eine der fünf Hauptformen der Lebenskraft (prana); laut der Maitrayaniya-Upanishad untersützt er alle Aktivitäten des Ein- und Ausat­mens; verteilt sich im ganzen Körper, wobei einige Bereiche in verschiedenen Schriften besonders erwähnt werden: Augen, Ohren, Hals, Gelenke; es wird angenommen, daß mit Hilfe von Vyana Sprache möglich wird.
W ↑ Top
Wirbelkanal hierin befindet sich das Rückenmark als Teil des Zentralner­vensystems. Im feinstofflichen Körper ist dies der Weg von Sushumna Nadi
Y ↑ Top
Yantra eine symbolische, geometrische Form, die zur Konzentration und Meditation benutzt wird; die bildliche Form eines Mantras
Yoga Einheit; System von Methoden und Übungen, die zur Vereinigung des individuellen menschlichen Bewusstseins mit dem göttlichen oder kosmischen Bewusstsein führen
Yoga Nidra psychischer Schlaf; eine yogische Übung, durch die man sich selbst aus dem weltlichen Körperbewusstsein emporbewegen kann
Yoga Sustras Schriften, die von Patanjali geschrieben wurden und den achtstufigen Pfad von Raja Yoga darstellen; ein systematischer Weg der Medi­tation, der letztendlich in die Samadhi-Erfahrung mündet.
Yoni Ein auf bestimmte Weise gehauener Stein, in dem der Shiva Lingam ruht und der die Quelle des Lingam oder Atma darstellt. Lingam.
Z ↑ Top
Zirbeldrüse (Epiphyse) Eine kleine Drüse, die tief im Gehirn hinter dem Thalamus liegt. Sie ist lichtempfindlich und wird für höhere psychische Leistungen verantwortlich gemacht. Steht mit dem Ajna Chakra in Verbindung.
ZNS (zentrales Nervensystem) umfasst Gehirn und Rückenmark
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