Asanas

Yoga wird als die Wissenschaft vom Leben bezeichnet, und diese Aussage ist für viele zumindest theoretisch einleuchtend. Wenn wir uns die Entwicklung des Yoga in verschiedenen Teilen der Welt genau betrachten, so werden wir sehen, dass sie sich hauptsächlich auf den physischen Aspekt, das Vertiefen von Asanas und Pranayamas beschränkt. Dies ist natürlich wünschenswert, da das körperliche Wohlbefinden eines Menschen seine weitere spirituelle Entwicklung erleichtert.

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Die Wichtigkeit Asanas regelmäßig auszuführen

Die erste Bedingung für menschliches Glück ist der Besitz eines gesunden Körpers. Zur Bewältigung der täglichen Arbeit ist ein gesunder Körper von großem Vorteil. Es ist allgemein bekannt, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper vorherrscht. Daher bilden die Yoga Asanas das Rückgrat des angewandten Yoga.

Der Hauptteil dieser Übungen besteht aus vierundachtzig Asanas. Eine oberflächliche, rein theoretische Betrachtung der verschiedenen Haltungen lässt vermuten, dass sie vorrangig den verschiedenen Körperbereichen nützen. In anderen körperorientierten Schulen geht es in erster Linie um den Muskelaufbau für einen muskulösen Körper. Es hat sich aber gezeigt, dass auch ein muskulöser Mensch den Anforderungen des Lebens auf lange Sicht nicht immer gewachsen ist. Hieraus lässt sich erkennen, dass der Geist ununterbrochen und unausweichlich auf den Körper einwirkt, und dagegen können die gewöhnlichen Körperübungen nichts ausrichten.

Hierin liegt also der wesentliche Unterschied zwischen Asanas und anderen Körperübungen. Asanas erhalten nicht nur den Körper gesund, ihre Wirkung greift sehr viel tiefer. Da Asanas auch immer mit Atemübungen einhergehen, wird z.B. das Immunsystem gestärkt und die mentale Widerstandskraft gegen Krankheiten wird gefördert. Der Fokus von Asanas richtet sich auf die verschiedenen Körperteile und Gelenke, und von hier aus wird das gesamte Nervensystem gestärkt.

Der ganze körperliche Organismus ist vom Nervensystem abhängig, und wenn die Nerven nicht gut genährt und in einwandfreiem Zustand sind, wird ein bloßer Muskelaufbau in keiner Weise nützlich sein. Die tägliche Übung der Asanas erfordert keine große Kraftanstrengung und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Auch jemand, für den besondere körperliche Leistungen nicht möglich sind, kann unter richtiger Anleitung an einem Asana Kurs teilnehmen.

Interessant ist, dass viele der Asanas nach Vögeln oder anderen Tieren benannt sind, wie Mayurasana, die Pfauenhaltung, Shashankasana, die Hasenhaltung, Bhujangasana, die Schlangenhaltung und so fort. Dies mag für das Verständnis von Asanas ein wichtiger Schlüssel sein. Wir gehen meist davon aus, dass sich der Körper nach einem ermüdenden Arbeitstag schnell erholt, wenn er in die horizontale Schlafhaltung kommt.

Wie aber ruhen sich Vögel und andere Tiere aus? Die Natur hat ihnen die Annehmlichkeit der Horizontale vorenthalten. Sie können z.B. stehen und trotzdem ruhen, und das ist der Schlüssel zum Verständnis der Asanas. Noch einmal - Asanas sind nicht anstrengend. Vielmehr vitalisieren und erfrischen sie den Körper und verleihen ihm die nötige Energie, die tägliche Arbeit gut und leicht zu bewältigen.

Hier soll betont werden, dass Asanas nicht mit Anstrengung ausgeführt werden, wie das bei anderen Körperübungen der Fall ist, und es ist auch keine besonders reichhaltige Ernährung für die Übung nötig. Das ganze Konzept hinter Asanas liegt darin, den Körper während des ganzen Lebens gesund und aktiv zu erhalten.

Von den vierundachtzig Asanas sind nur zwanzig relevant. Sie wurden in fünf Gruppen eingeteilt:

Meditationshaltungen

  • Padmasana (Lotossitz)
  • Siddhasana (vollkommener Sitz)
  • Sukhasana (leichte Haltung)
  • Swastikasana (günstige Haltung)

Umkehrhaltungen

  • Sarvangasana (Schulterstand)
  • Halasana (Pflughaltung)
  • Sirshasana (Kopfstand)

Rückenlage

  • Shavasana (Totenhaltung)
  • Rückwärts beugende Haltungen
  • Bhujangasana (Schlangenhaltung)
  • Shalabhasana (Heuschreckenhaltung)
  • Dhanurasana (Bogenhaltung)
  • Mayurasana (Pfauenhaltung)

Verschiedene Haltungen

  • Paschimottanasana (vorwärts beugende Streckhaltung)
  • Vajrasana (Diamantensitz)
  • Supta Vajrasana (schlafender Diamant)
  • Shashankasana (Hasenhaltung oder Mondhaltung)
  • Yogamudra (Haltung der inneren Einheit)
  • Baddhapadmasana (gehaltener Lotos)
  • Ardha Matsyendrasana (halbe Rückendrehung)
  • Matsyasana (Fischhaltung)


Zusammenfassung

  1. Asanas sollten in Ruhe und Abgeschiedenheit in einem gut gelüfteten Raum ausgeführt werden.
  2. Asanas bilden einen wichtigen Teil des dynamischen Teils von Yoga. Nach guter Übung können sie von Menschen jeden Alters ausgeführt werden.
  3. Obwohl sie nicht viel Zeit erfordern, haben sie eine außerordentliche Wirkung.
  4. Sie lösen Probleme der heutigen Zivilisation, nämlich Übergewicht und Verstopfung und tragen zu guter Verdauung bei.
  5. Sie tragen zur Senkung eines erhöhten Blutdrucks bei.
  6. Auf psychosomatischer und psycho-physiologischer Ebene haben sie eine äußerst positive Wirkung.

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