Yoga Philosophie

Wir leben in einer aufregenden Zeit, einer Zeit kontinuierlicher Veränderungen im Umfeld des Menschen. Die Wissenschaften haben uns in ein technologisches Zeitalter geführt, und die Zivilisation hat ihren materialistischen Gipfel erreicht, wozu eine Weiterentwicklung im Bereich des menschlichen Denkens gehört.

Neue Dimensionen der menschlichen Persönlichkeit und des Wissens haben sich eröffnet - in der Biologie, der Physik, der Chemie, der Astrologie, der Astronomie, der Ethik, Philosophie und Psychologie.

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  1. Kräftespiel des Yoga
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Aus der Vogelperspektive betrachtet zeigt uns die Geschichte, dass der Mensch in jedem Zeitalter das Gefühl hatte, in einer einzigartigen Zeit zu leben. Zweifellos ist es jedoch das zwanzigste Jahrhundert, dass einen Fortschritt gebracht hat, von dem es kein Zurück mehr gibt.

Daher ist es wichtiger, das Instrumentarium und die Ergebnisse des Fortschritts zu festigen und zu erhalten, als immer weiter nach vorn zu stürmen, um mehr zu erreichen, als die Menschheit verkraften kann. Eine mentale Evolution sollte es nun mit der technologischen Revolution aufnehmen, und dazu müssen wir uns alter Werte erinnern und sie zu neuem Leben erwecken. Fakten verändern sich, Werte jedoch bleiben bestehen. Was einst wichtig für ein gutes Leben und einen harmonischen Fortschritt war, ist auch heute noch wichtig.

Durch Veränderungen im sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld werden die Werte nicht hinfällig. Wahrhaftigkeit, Schönheit und Güte sind Ideale, die verschieden ausgelegt wurden, trotzdem bleiben sie die wichtigsten Ziele der Menschheit.

Yoga mit seiner Philosophie und seinen Techniken ist ein Weg, um diese Ziele zu erreichen. Deshalb ist es in dieser Zeit von größter Wichtigkeit, Yoga vor dem Vergessen zu bewahren und ihm einen würdigen Platz im Bereich des menschlichen Wissens einzuräumen.

Das Wort Yoga wurde gebraucht, missbraucht und misshandelt. Für einige ist Yoga ein Relikt aus der Vergangenheit. Für andere enthält er einen Wust von beängstigenden Regeln und Aussagen. Yoga ist ein populärer und ebenso sehr alter Begriff. Lange ehe Patanjali seine Philosophie von Yoga darlegte, wurde der Begriff einigen hinduistischen und auch buddhistischen Schriften zugeordnet. Die Verwirrung entstand durch die bruchstückhafte Annäherung an die yogische Theorie.

Die Betonung der Yoga Asanas (so wichtig sie auch sind) und der Ausschluss der yogischen Philosophie und Metaphysik hat Yoga auf lange Sicht zu einer Art Bodybuilding zusammenschrumpfen lassen. Oftmals trauen sich Menschen nicht an Yoga heran oder verschweigen ihre eigene Ausübung wegen der Vorstellung, ein yogisches Leben sei asozial und lebensverneinend. Viele Missverständnisse über Yoga wuchern noch immer, manche von ihnen sind so albern, dass sie nicht ernst genommen werden können. Diese Fehlinterpretationen sollten endgültig ausgeräumt werden, so dass die yogischen, die menschlichen Werte wieder Gültigkeit erlangen können.

Der Mensch – um diese Allgemeinaussage zu wiederholen – ist ein philosophisches Tier. Er ist aber auch das einzige Tier, das Verlangen und Durst nach Vollkommenheit verspürt. Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass wir auf jeder Stufe versucht haben, unsere sozialen, politischen und religiösen Institutionen zu vervollkommnen, so dass wir uns - frei von allen Krankheiten und allem Schlechten - dem Studium und der Verwirklichung des Höchsten widmen können.

Die Yoga Philosophie ist auf dieses Ziel gerichtet, und der Verlauf beschreibt alle Ebenen der menschlichen Persönlichkeit. Laut der yogischen Philosophie ist der Körper als der Wohnsitz der Seele ebenso wichtig wie der Geist, und die Physiologie erfordert die gleiche Aufmerksamkeit wie die Psychologie. Der Anfang liegt in der Körperdisziplin, und von hier aus erfolgt das Transformieren des mentalen Aufbaus durch verschiedene Arten geistiger Übung. Erst, wenn sich ein gesunder Körper mit einem kraftvollen Geist verbindet, kann die großartige Synthese zwischen individueller Seele und kosmischer Seele erlangt werden.

Was die Ebene des Körpers betrifft, gibt es keinen Zweifel, dass gute Gesundheit durch Disziplin erhalten werden kann. Es ist keine Selbstverneinung, Nahrung zu verweigern, die den Magen belastet. Es ist kein Opfer, Delikatessen abzulehnen, die krank machen. Und es ist auch keine unmögliche Erwartung, durch yogische Übungen die Muskeln beweglich, die Augen leuchtend und den Blutkreislauf rein zu erhalten. Zumindest aus purem Selbstinteresse sollte sich ein Mensch zu dieser Art physischer Gesundheitskultur anhalten. Unser aller Tragödie ist es, dass wir dieses wunderbare, sich selbst erhaltende Körpersystem für selbstverständlich halten; wir glauben, so lange es nur gut funktioniert, brauchen wir uns nicht darum zu kümmern.

Die Tiefenpsychologie hat gezeigt, dass es eine Form von psychischer Bestimmung gibt, die alle unsere Gedanken, Handlungen und Worte kontrolliert. Und in der Tat hat uns die Entwicklung in der modernen Psychologie zu dem Schluss kommen lassen, dass unser Wachbewusstsein nur ein Zwerg ist, verglichen mit dem Riesen des Unbewussten. Die gleiche Wahrheit galt für die Heiligen und Seher Indiens, es galt als intuitive Wahrheit, wenn nicht gar als wissenschaftliche Maxime. Die Fehler in der menschlichen Persönlichkeit multiplizieren sich im Laufe des Lebens. Diese Fehler in Ordnung zu bringen, kann nur gelingen, wenn man sich bereit macht, seine eigene mentale Struktur zu begreifen.

Hier ist das yogische System, wie es von Patanjali dargelegt wurde, eine große Hilfe, trotz der abweichenden Interpretationen, denen es ausgeliefert war. Dieses System ist absolut im Einklang mit den Prinzipien der Tiefenpsychologie. Freud behauptete, dass das Unbewusste nichts als Schlamm ist. Es wurde jedoch auch erkannt, dass aus diesem Schlamm ein Lotos erblühen kann.

Die komplette Struktur des menschlichen Geistes ist sicher kompliziert. Begibt man sich jedoch mit absoluter Ehrlichkeit in das eigene Selbst, ohne hinzuzufügen und ohne auszuklammern, kann man sich selbst absolut klar, ja viel klarer als im Spiegel sehen. Die yogische Disziplin für den Geist führt uns genau zu dieser Art des Erkennens. Sie erschafft mit Miltons Worten, „einen ruhigen Geist, in dem alle Leidenschaften erloschen sind.“ Unter Zuhilfenahme von Körper und Geist als Werkzeug können wir unsere spirituelle Reise beginnen.

In der yogischen Philosophie gibt es keine Abkürzungen zum Höchsten, sie beschreibt einen langen und einen anstrengenden Weg. Wir müssen uns selbst verstehen, nur so ist die Selbstverwirklichung möglich. Wenn wir uns selbst allerdings vernachlässigen, ist das die größte und einzige Unwissenheit. Spirituelle Befreiung taucht erst dann auf, wenn durch diszipliniertes Üben mit Körper und Geist das innere Gleichgewicht hergestellt ist. Und ohne dies zu berücksichtigen, kann es auch keine kollektive Verwirklichung des Göttlichen geben. Hier wird jeder mit sich allein gelassen, ist sein eigener Regisseur.

Das, was du sein willst, wird dein Leben entscheiden. Auf dem yogischen Weg kann niemand bestochen werden. Ein schwacher Wille, Unentschlossenheit, ein streunender Geist lässt sich aus puritanischer Sicht als Sünde auslegen. Ist die yogische Disziplin erst einmal gesät, existiert diese Art der Auslegung nicht mehr. Der schwache Mensch ist der starke Mensch als Embryo. Der Unspirituelle befindet sich im spirituellen Lagerhaus, jedoch unwissend. Die Philosophie des Yoga führt den Menschen von Unwissenheit zum Allwissen, von Schwäche zu großer Kraft, vom Endlichen zum Unendlichen.

Die Vielfalt spiritueller Bewegungen sollte uns nicht entmutigen. Yoga ist ein Erbe, das uns zur Rettung angeboten wird in einem Moment, wo Doppeldeutigkeit den philosophischen Hintergrund umhüllt. Es ist ein Erbe, das sorgfältig bewahrt und gewissenhaft in allen Phasen studiert werden muss.

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